Das Warschauer Ghetto für Besucher
Das damalige Warschauer Ghetto erstreckte sich grob gesagt, zwischen den Strassen: Okopowa und Zelazna (im Westen), Stawki (im Norden), Andersa (im Osten) und Sienna (im Süden). In diesem Bereich finden wir auch einige Sehenswürdigkeiten, die an die damalige Zeit erinnern.
Bunker (ul. Miła 18) Zum Gedenken an Mordechaj Anielewicz, hier war der Bunker in dem der Anführer und die obersten Mitstreiter des Ghettoaufstandes am 8 Mai 1943 starben.
Denkmal für die Helden des Ghettos (ul. Zamenhofa) Bereits 1948, also 5 Jahre nach Ausbruch des Ghettoaufstandes wurde das Denkmal der Ghettohelden (Pomnik Bohaterów Getta) enthüllt. Hier fand auch der Kniefall von Willy Brandt statt.
Jüdischer Friedhof (ul. Okopowa 49/51) Der 1806 angelegte Friedhof hat fast 200.000 Gräber auf einer Fläche von über 33 Hektar Land. Er lag außerhalb des Warschauer Ghettos (westlich direkt angrenzend) und wurde im Zweiten Weltkrieg kaum beschädigt.
Nożyk Synagoge (ul. Twarda 6) An der Wende zum 20. Jahrhundert wurde die Nożyk Synagoge (Synagoga Nożyków) fertiggestellt. Da sie von den Nationalsozialisten als Lagerhaus genutzt wurde überstand sie entgegen aller anderen Synagogen in Warschau den Zweiten Weltkrieg.
Pawiak Gefängnis - Pawiak Museum (ul. Dzielna 24/26) Bereits 1835 von den Russen erbaut, diente es die meiste Zeit als Haftanstalt für politisch Gefangene. Während der deutschen Besatzung gab es insgesamt rund 100.000 Häftlinge, über 35.000 davon wurden getötet, der Rest wurde in Vernichtungslager oder andere Haftanstalten gebracht. Ein ganz kleiner Teil des Gefängnisses ist erhalten geblieben und kann nun als Pawiak Museum kostenlos besichtigt werden, dabei sind viele Gegenstände aus der damaligen Zeit zu sehen.
Prozna Strasse (ul. Próżna) Die einzige Strasse des ehemaligen Warschauer Ghettos welche im Original aus dem 19. Jahrhundert erhalten ist. Die Strasse erinnert eher an eine Filmkulisse als eine Strasse direkt im Zentrum von Warschau, da seit dem zweiten Weltkrieg keine Sanierungen stattfanden. Da es Pläne gibt die historischen Gebäude zu sanieren raten wir die Originale anzusehen so lange es noch geht. Dabei sind auch noch Einschusslöcher aus dem Krieg zu sehen.
Umschlagplatz (ul. Stawki 10) Seit 1988 steht an der Stelle des ehemaligen Umschlagplatz die gleichnamige Gedenkmauer. Von hier aus wurden die Juden ins Vernichtungslager nach Trebklinka mit Zügen gebracht.
Warschauer Ghetto Mauer (ul. Sienna 55) Die letzten erhaltenen Überreste der Mauer können im Hinterhof eines Hauses besichtigt werden, es gibt hier an zwei verschieden Stellen (durch einen Hausblock getrennt) erhaltene Mauerteile.
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