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Seitdem gab es aber zahlreiche Veränderungen, so wurden noch die Seitenflügel gebaut und auch im Inneren vieles verändert. Im laufe der Zeit gab es verschiedenste Besitzer, darunter auch König August der Starke und der wohlhabenden Sieniawski Familie. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Palast verstaatlicht und befindet sich seitdem in Staatsbesitz. Seit den 60er Jahren findet man auf dem Grundstück des Palastes auch das einzigartige Plakatmuseum, die Museumsgeschichte reicht aber noch viel weiter zurück, schon 1805 war Wilanow eines der ersten Museen in Polen. Noch heute sind die zusammengetragen Exponate zu bewundern. Palastbesichtigung: Es besteht die Möglichkeit einen Rundgang durch die beiden Etagen (Obergeschoss und Erdgeschoss) des Palastes zu unternehmen, bei dem es vieles zu entdecken gibt. Es beginnt im ersten Stock mit den Sargportraits polnischer Adeliger (die an der Sargseite befestigt wurden) aus der Barockzeit. Danach folgen immer wieder Portraits von bekannten Personen und den beiden Königsfamilien, dazu gibt es im weiteren Verlauf auch noch die Galerien des Polnischen Portraits des 19. Jahrhunderts. Man man kann auch einige erhaltene Zimmer (Stilles Zimmer, Mittleres Zimmer und Vorzimmer) besichtigen. Im Nordturm findet man Büsten von bekannten Persönlichkeiten. Über eine Eisentreppe gelangt man zu den Wohnräumen im Erdgeschoss. Dort finden sich festliche Salons und Zimmer in denen man auch barocke Möbelstücke bewundern kann. Man findet auch eine integrierte Palastkapelle und daran anschließend das Lapidarium mit Skulpturen und anderen Teilen römischer Särge, viele davon aus der Kaiserzeit. Zum Ende des Rundganges gelangt man noch in den imposanten Weissen Saal, bevor man über das (untere) Vorzimmer, mit erhaltenen Einrichtungsgegenständen des 18. Jahrhunderts, den Palast verlässt. Der Eintritt zum Palast kostet 16 PLN (8 PLN ermäßigt) - Samstag gratis Eintritt - Öffnungszeiten: 9/10-16/18 Uhr (je nach Saison) - Ruhetag: Dienstag (außer in der Sommersaison, dann gibt es keinen Ruhetag).
Der Wilanow Park
Seit dem Erwerb des Grundes durch König Jan III. Sobieski wurde der Park liebevoll behandelt. Die verschiedenen Besitzer haben den Park von Wilanow aber immer wieder verändert, sowohl die Pflanzen auch die Größe des Parks anbelangt. Der heutige rund 45 ha große Park geht auf Umgestaltungen Mitte des letzten Jahrhunderts zurück. Die angelegten Gärten haben unterschiedlichste Formen und Pflanzen und sind besonders für romantische Spaziergänge und auch bei Hochzeitspaaren sehr beliebt. Im Park gibt es auch verschiedenste Baumarten, teilweise auch sehr seltene (wie über 200 Jahre alte Eichen), zumeist aber polnischer Herkunft. Im Park findet man auch einige Brunnen und Gewässer (wie der angelegte Teich, See und Bach). Der Park Wilanow lässt sich in 4 Bereiche einteilen: Der Barockgarten wurde als erstes direkt an den Palast angrenzend angelegt, auf 2 Terrassen und erleuchtet durch seine Bepflanzung in intensiven Farben. Derzeit finden allerdings Ausgrabungen auf einem Teil des Gartens statt, so dass es momentan nicht so prunkvoll wie in früheren Zeiten wirkt. Der Rosengarten entstand erst 1856 an der Südseite des Palastes an den Barockgarten angrenzend. Hier finden sich vor allem Rosen (wie man dem Namen nach auch vermuten könnte), die meist durch bestens gepflegte Hecken abgegrenzt sind. Der Englische Park ist im Norden der Parkanlage (Anfang des 19. Jahrhunderts) entstanden und beheimatet den Wilanow See, eine kleine aufgeschüttete Insel (mit dem Denkmal an die Schlacht von Raszyn), die Chinesische Laube und die Römische Brücke. Der Englisch-Chinesische Garten befindet sich im Süden der Parklandschaft. In dieser Gartenanlage findet man auch den Bacchus Hügel, auf dem früher auch Weinreben zu finden waren, heute findet man eine Statue dort. Durch diesen Bereich fliesst auch ein Bach der später in den Wilanow See mündet und die ältesten Bäume stehen in diesem Bereich des Parks. Im gesamten Park gibt es natürlich auch einige Bänke zur Entspannung. Man findet auch eine Orangerie (nahe des Parkeingangs), die man auch besichtigen kann und heutzutage für temporäre Ausstellungen genutzt wird. Der Parkeingang befindet sich nach dem Palasttor auf der linken Seite, dort ist auch die Kasse bei der man den Eintritt (5 PLN für den Park, 3 PLN ermäßigt; Donnerstag gratis Eintritt) bezahlen muss. Öffnungszeiten: 9 Uhr bis zur Dämmerung.
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